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Über die Sonne

Existenz vom Leben auf der Erde ist im Grunde völlig von der Sonne abhängig. Darüber hinaus ist die Sonne, von der Erde aus gesehen, kein Zweifel, der Stern im Zentrum unseres Planetensystems. Daher ist in vielen Kulturen die Sonne ein Gott oder Göttin, auch bei indoeuropeischen Völkern und dementsprechend auch in der lettischen Mythologie. Ebenso wurde großer Wert auf den Wechsel vom Tag und Nacht und Jahreszeiten gelegt (z.B. Fest der Sonnenwende), während der Sonnenfinsternis mit dem Schrecken verbunden wurde.

In der Mythologie symbolisiert die Sonne als Himmelskörper das Gegenteil der Erde - der Welt von Geister. Die Sonne ist die strukturierende Kraft des Universums. Die Beobachtung der Sonne (und anderer Sterne) und die Bestimmung ihrer Bahnpunkte (Tagundnachtgleiche, Sommer- und Wintersonnenwende) war eine Voraussetzung für die Erstellung von Kalendern.

Die Sonne als archetypisches Bild eines ambivalenten Charakters: auf der einen Seite ist die Sonne das Licht, Wärme und die Quelle des Lebens, aber auf der anderen Seite – eine verheerende Dürre und Zerstörung.

In Christentum trägt die Sonne die Bedeutung von Unsterblichkeit und Auferstehung. Die Sonne verkörpert auch Jesus Christus als die Wahrheit und Schützer der Wahrheit.

In der Alchemie gliedert sich die Vorstellung von der Sonne zweierlei: das Gold, das Leben tragende "Sonne des Tages" und "schwarze Sonne", die entweder den unbearbeiteten Stoff oder das unterirdischen Lebens darstellt.

Die Sonne wird oft als ein Gesicht im Himmel- als Vaters- oder Königssymbol geschildert.

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