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Die Sonne in der Welt
Verehrung der Sonne
Die Menschen haben die Sonne vermutlich seit Anbeginn der Geschichte verehrt und ihr Sonnengottheiten als Symbol des Lichtes, der Wärme und der
Fruchbarkeit zugeordnet. Die Anbetung der Sonne als Sonnenkult ist nach Ansicht der Forscher nicht eindeutig feststellbar.
Sonne als Lebensquell wurde für die wahre Kraft des Universums angesehen, denn sie wurde mit der Macht, Ehre, Aufklärung, Lebenskraft, Vitalität und
dem Leben auf der Erde verglichen.
Mit ihrem wachsamen Auge sieht sie alles, dementsprechen ist sie die Wahrheits- und Weisheitsquelle.
Auch wenn in vielen Religionen verschiedener Kulturkreisen der Welt und in der Mythologie die Sonne wichtige Rolle spielt, gibt es nur wenigen antiken
Zivilisationen, die die Bewunderung der Sonne zu eine echte Religion verwandelt haben. Sie hatten ihre eigenen Herrscher, Kaiser und Pharao, die sich
als Söhne der Sonne und ihrer Inkarnation auf der Erde nannten.
Die bedeutesten Religionen mit Hauptgott - Sonne waren im alten Ägypten, Mesopotamien, Indien, Japan und einigen südamerikanischen Kulturen.
Vergleichend später kam die Anbetung der Sonne in anderen Völker, ihrer Mythologie und Religion.
Alte Ägypten
Die Anbetung der Sonne war in Ägypten stärker als in anderen Länder. Der ägyptische Gott Ra ist der altägyptische Sonnengott. Er kann, bis in die späten Perioden, als wohl wichtigster
ägyptischer Gott bezeichnet werden, denn durch das Wirken seiner Kraft (der Sonne) ermöglichte er überhaupt erst das Leben auf der Erde und ließ es
fortbestehen. Im ägyptischen Leben war die Bedeutung der Sonne sehr wichtig. In den früheren Zeiten haben sich die Leute vor ihr gefürchtet und hatten
wegen seinem mit Myten umhüllten Geheimniss die Angst. Der regelmäßige Sonnenauf- und Untergang wurde als Lebensabschnitt betrachtet.
Dem Mythos nach soll der ägyptische Gott Ra
tagsüber mit der Sonnenbarke durch den Himmel gefahren haben. Am Abend stieg Ra in die Nachtbarke um und fuhr durch das Totenreich, um am nächsten
Morgen bei Sonnenaufgang wiedergeboren zu werden. Dabei musste er die Angriffe der Schlangengottheit Apophis in der Unterwelt abwehren.
Die Darstellungsformen von Ra sind äußerst zahlreich., z.B. als ein neugeborene Kinder, Vogel, Katze und Löwe. Unter anderem wurde er symbolisch als
geflügelte, gewöhnlich von der Schlange
umwundene Sonnenscheibe dargestellt.
Sonnengötter bzw. die verschiedenen Erscheinungsformen des Sonnengottes hatten dabei in der Regel die Funktion eines Herrschers auf Erden. Deshalb
bestand auch immer eine besonders enge Beziehung des Königs zum Sonnengott. Die ägyptischen Herrscher bzw. Pharao glaubten, dass sie von der Sonne
geboren sind, die ihnen die Stärke und Macht verliehen hat. Der Name von Pharao erhält die Bedeutung von dem Ra Sohn, der auch zusätzliches
königlichen Zeichen verbarg.
Die Sonne wurde in der ägiptischen Religion verehrt und hochgeschätzt, sie war das zentrales Anbetungsobjekt. Sonnengott Ra kann, bis in die späten
Perioden, als wohl wichtigster ägyptischer Gott bezeichnet werden, denn durch das Wirken seiner Kraft (der Sonne) ermöglichte er überhaupt erst das
Leben auf der Erde und ließ es fortbestehen.
Mesopotamien
Auf sumerisch heißt der Sonnengott Utu, auf assyrisch-babylonisch Schamasch. Sein Symbol ist die Sonnenscheibe und die Säge. Schamasch ist Richter über
Erde und Unterwelt, denn er sieht alles, was oben und unten geschieht, da er tagsüber auf einem Boot am Himmel segelt und in der Nacht auf der
gegenüberliegenden Seite, in der Unterwelt. Er ist der Gott der Wahrheit, Gerechtigkeit und des Rechts.
Hammurabi
, der babylonische König und Reichsgründer soll von Schamasch sein berühmtes Gesetzbuch, den Codex Hammurabi, erhalten haben, das eines der ältesten
schriftlich festgehaltenen Gesetzessammlungen darstellt. Sein Symbol war das vierspeichige Sonnenrad.
Er war nicht nur ein Gott der Gerechtigkeit, sondern auch ein Herrscher des Universums.
Dementsprechend war dieser Gott angeblich in der Lage, die Menschen von den Dämonen zu befreien.
Sumer
Utu war in der sumerischen Mythologie der Gott der Sonne und der Gerechtigkeit. Utu entspricht dem Gott in der babylonischen Religion.
Er wird gerne dargestellt, wie er aus dem Bergland (im Osten) aufsteigt mit der Säge in der Hand, gehörntem Helm und aus der Schulter wachsenden
Strahlenbündeln, mit denen er den Berg bricht, und an der Spitze des Berges erscheint, damit den Tagesanbruch symbolisierend.
Antikes Griechenland
In griechischer Antike und Mythologie ist Helios (griechisch = Sonne) ist der jugendlich, strahlende Sonnengott der Griechen.
Helios ist allerschauend, daher allwissend und Zeuge von Freveltaten. Er hat durch seine Macht das Leben geschenkt und die Straftätern mit
Blindheit bestraft.
Mit seinen feurigen vier Sonnenrossen führte er den Sonnenwagen aus dem Okeanos über den Himmel. Nachts kehrte er im Sonnenbecher zum Ausgangspunkt
zurück. Er wurde häufig mit der Strahlenkrone dargestellt worden. In ganzer Fig ur erscheint er oft mit fließendem Mantel
, auf dem Wagen, die Rosse antreibend und stets jugendlich.
Die Anbetung der griechischen Sonne und derer Bewunderung sind am deutlichsten in den alten Mythen dargelegt. Daher ist ein vielseitiges Bild vom
Helios in der antiken griechischen Literatur und Poesie am meisten zu finden. Es gibt viele Kunstwerke wie in Malerei so auch in Bildhauerei, die eine
hervorragende Vorstellung von Sonnengott Helios aufweisen.
Der das Tageslicht bringende Gott Helios
wurde mit dem Apollon erst später verschmolzen. In der römischen Mythologie war der Sonnengott genauso gut - nur mit einem anderen Namen - Sol Sol
Invicta bekannt.
Römische
Sol ist der antike römische Sonnengott, bekannt vor allem in seiner späten
Erscheinungsform (seit dem 2. Jahrhundert n. Chr.) als Sol Invictus (lateinisch der unbesiegte Sonnengott, oft ungenau übersetzt als der unbesiegbare
Sonnengott). Sol entspricht zwar dem griechischen Helios.
Die Herrscher des Landes betrachteten den Sonnengott fortan als ihren persönlichen Schutzherrn.
Marcus Aurelius Antoninus erhob Sol zum Herrn des Römischen Reichs richtete für ihn einen Staatskult ein und baute ihm einen. Der Tempel wurde
eingeweiht, wohl zum Geburtstag des Invictus, der Wintersonnenwende. So
wurde dieser Tag zum staatlichen Festtag des Sonnengottes.
Mit dem neuen Staatskult Sol Invictus (lateinisch der unbesiegte Sonnengott, oft ungenau übersetzt als der unbesiegbare Sonnengott) knüpfte Aurelian an
die bestehende einheimische Sol-Verehrung an.
Die öffentliche Sol-Verehrung bestand nur bis zum Christentum fort.
Indien
Surya ist in den ältesten Schriften des, den
Veden, die Personifizierung der Sonne, bzw. der Sonnengott, den viele Gläubige noch
heute in verschiedenen Formen verehren.
Der Sonnengott Surya galt als lebensspendende Kraft, Schöpfer des Universums und symbolisierte die Unendlichkeit.
In Surya, dem Sonnengott des Hinduglaubens, sind die Eigenschaften der drei vedischen Sonnengotter Surya, Savitri und Vivasvat vereinigt. Surya gilt
als Wohltäter der Menschen. Er wird als Dämonentöter verehrt.
Surya ist gewöhnlich als ein Mann in Rot mit drei Augen und vier Händen und der Kopf strahlt die Sonne aus dargestellt. Häufig wurde der Gott auf den
Flügeln eines Riesenvogels oder als Lenker eines Wagens, der von sieben Pferden gezogen wurde, geschildert. In beiden Händen hält er eine Lotos -Blüte, aber die dritte und vierte Hand unterstützt und
segnet seine begeisterten Anhänger.
Surya symbolisiert die Seele, Willenskraft, Ruf, Vitalität, Kraft, Königtum,Vater, Autorität und hochstehende Personen. Er ist Herrscher der Wahrheit
und des Überflußes.
Surya wird in den ältesten Schriften des Hinduismus als die sichtbare
Gotteserscheinung für Menschen beschrieben.
Ebenso wird Surya mit Shiva und Vishnu verglichen. So zum Beispiel, der älteste Teil von Hinduismus - Shaivismus - sind des Glaubens, dass Surya eine
der acht Formen von Shiva ist.
In Indien glaubt man, dass Surya eine gutmütige Gottheit ist, die die kranken Menschen genas.
Auch heute noch hängen Menschen vor den Warenhäusern und an den Türen Symbol der Sonne, weil sie glauben, dass es ihnen Erfolg bringen wird.
Azteken
Tonatiuh (Gottheit der Azteken)
, Sonnengott der Azteken - Tonatiuh wurde als Fünfte Sonne angesehen.
Nach der Überlieferung der Azteken gab es bereits vier Weltperioden, die als Sonnen bezeichnet wurden und repräsentativ für Feuer, Wasser, Luft und
Erde waren, und dem gegenwärtigen Weltzeitalter vorausgegangen waren. Alle vier Welten wurden durch Katastrophen zerstört.
Da jedoch die Sonne regungslos am Himmel stand, verlangte Tonatiuh Blutopfer um damit die Bewegung am Himmel zu erzeugen. Daraufhin opferten die Götter
ihr Blut als Nahrung und Energie für die Sonne.
Im Glauben der Azteken, dass jeder neue Sonnenaufgang - und damit der Bestand der gegenwärtigen Welt - allein nur durch das Opfer von menschlichem Blut
herbeigeführt werden konnte, mussten nun auch die Menschen ihr Herz und ihr Blut opfern, genauso wie zuvor die Götter. Nur durch diese Blut- und Menschenopfer konnte die Sonne ihre tägliche
Wanderung durch den Himmel und die Unterwelt leisten.
Die Opfer wurden von Priestern festgehalten, Brustkorb wurde aufgeschnitten und der Sonne das herausgerissene Herz entgegengehalten.
Nach Meinungen der Azteken ist Tonatiu die "fünfte Sonne" und zur Zeit leben wir in der "Tonatiu Zeitalter" oder die "Sonnenlauf"-Ära.
Die Sonne faszinierte die alten Actekus. Sie haben sich viel mit dem Lauf der Sonne auseinandergesetzt.
Der Azteken-Kalender als Astronomischer Kalender
besitzt große Ähnlichkeit mit dem älteren Maya-Kalender.
Die Azteken glaubten wie die meisten Völker an ein Leben nach dem Tod, wobei die Art des Todes und die Lebensführung entschieden, wie das aussehen
würde. Gefallene Krieger und die Frauen, die im Kindbett gestorben waren, beispielsweise, bekamen einen besonderen Status.
Großartige Architektur von Azteken, die auch heute zu besichtigen sind, hat die Form der Sonne.
Inki
Als Inka wird heute eine urbane Kultur in Südamerika bezeichnet.
Inti
bzw. Tayta Inti (Vater Sonne) war der Sonnengott, Quelle des Lichts und der Wärme und Beschützer der Menschen. Inti galt als die bedeutendste
Gottheit. Inka war ursprünglich die Bezeichnung eines Stammes, der nach eigener Auffassung dem Sonnengott Inti entstammte.
Sapa Inka war der Titel des Inka-Herrscher. Der Sapa Inca verstand sich symbolisch als Sohn der Sonne und ließ sich auch mit der Sonne identifizieren.
Obwohl der Sonnenkult als offizieller Kult des Reiches eingesetzt wurde, gibt es dennoch zahlreiche Berichte und Zeugnisse, nach denen die Inkas einen
Schöpfergott anbeteten, der als Wiraqucha bekannt ist. Nach der Überlieferung wurde Viracocha bereits bei diesen als höchstes Wesen verehrt - er
erhielt viele bedeutende Opfer, einschließlich auch den menschlichen Opfer. Die Inka opferten den menschlichem Blut in besonderen Fällen und Feste,
weil sie glaubten, die Sonne und Gestirne gnädig stimmen zu können.
Inti wurde auch mit Apu Punchau bezeichnet, und er wird oft als eine goldene Sonnenscheibe mit einem menschlichen Gesicht, umgeben von Strahlen und
Flammen dargestellt.
Jedes Jahr im Juni wurde Inti besonders verehrt, indem es getanzt und Tiere geopfert wurde.
Überall im Reich wurden die Steindenkmäler gefunden, s.g. das Intiwatana („zum Anbinden der Sonne“) einen rechteckig geschlagenen und senkrecht aus
einem kompliziert nach astronomischen Gesichtspunkten gestalteten Felsen
herausragenden Stein, der von einer halbkreisförmigen Mauer umgeben war und in jeder größeren Inkasiedlung zu finden war.
Diese Strukturen dienten wahrscheinlich als Sonnenkalender, die für Festellung des Sonnenlaufes und Himmelsforschung dienten. Ebenso besteht heute die
Möglichkeit, die Schattenuhr (Sonnenuhr) zu sehen, die der Messung von saisonalen Tagesstunden diente.
Auch heute noch, zu Ehren des peruanischen Inti statt in einem speziellen Festival Inti Raymo Stadt Cuzco, die jedes Jahr tausende von Touristen aus
der ganzen Welt zu den alten Inca Empire Hauptstadt.
Da die Arbeit in der Landwirtschaft im Einklang mit dem Sonnenkult geschah, wurden die Jahreszeiten durch die Sonne bestimmt und zu ihrem Wechsel die
Feste stattgefunden.
Auch heutzutage wird das Sonnwendfest Inti-Raimi gefeiert, indem sich tausende von Touristen zu Ehren Intis versammeln.
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