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Ich hatte Glück, in einem herrlichen Land mit einem schönen Namen - Lettland geboren zu werden.
Es mag seltsam erscheinen, dass wir - ein nördliches Volk, Lettland als das Land der Sonne nennen.
Eigentlich scheint in diesem Land die Sonne nicht jeden Tag und oft vermissen wir sie sehr. Jedoch ist sie eines der zentralen Anbetungsobjekte in unserer Folklore. Bemerkungswert, dass unsere Vorfahren ihr Leben nach Sonnenkalender geführt haben und dass sie viele verschiedene Bräuche und Traditionen im Zusammenhang mit der Sonne aufweisen. Es wird auch angenommen, dass die berühmte Sonnenschlacht, in der die Kreuzritter durch einen unerwarteten Angriff der Litauer fast niedergeschlagen worden sind, auf dem Gebiet Lettlands stattgefunden hat. Nach wie vor feiern wir Sommersonnenwende (Johanessfest), schätzen die Saules Dainas (lettischer Volkslieder über die Sonne) hoch, besitzen Sauleskalns (Berg der Sonne) oder Saulkrasti (Küste der Sonne) und am Meer holen wir kleine Stücke von Bernsteine - unsere Sonnensteine.
Die nächsten Generationen erhalten von uns das Denkmal “Weiße Sonne” in Ainaži, das Sonnenzeichen in Kolkasrags, die Sonnenschule in Daugavpils, die Sonnenlieder aus aller Welt, gesungen von unserem berühmten Chor “Kamēr”, auch die Auswahl der Volkslieder “Trejādas Saules” (Drei Sonnen), herausgegeben von voriger Staatspresidentin Vaira Vīķe-Freiberga, das Rockmusikfestval “Saldus Saule”, das Festival alter Kriegskünste “Baltijas saule” (Die baltische Sonne) und viele Redewendungen mit dem Wort Sonne. Dem lettischen Dichter Vitauts Ļūdēns gehört der Satz “Der Lette ist ein Knoten, von der Sonne gebunden”.
Nun haben wir in Lettland auch ein Museum der Sonne.
Jeder Mensch ist einmalig, so auch die Länder. Jedes Land und jeder Mensch hat die eigene Sichtweise bei der Darstellung der Sonne. Wie unterschiedlich diese sein können, wie auf verschiedenste Art und Weise man die Sonne erkennt – das alles ist im Museum der Sonne zu sehen.
Im Sonnenmuseum sind “Sonnen” aus mehr als 350 Ländern gesammelt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Werke der lettischen Künstler und Handwerker.
Jede Sonne hatte ihren eigenen Weg, wie sie zu mir gekommen ist und jede der Sonnen hat ihre eigene Art, wie sie mich angesprochen hat. Mit jeder Sonne sind in mir Inspiration, Glauben, Kraft und Lust gewachsen. Und so läuchtete es mir an einem sonnigen Tag ein, dass ich diese Sonnen mit anderen teilen muss, damit ihre enorme Energie auch vielen mit Freude und Insipration füllt. Möge es in Lettland das Licht und der Segen der Sonne zunehmen! Möge die Wärme der Sonne in unsere Herzen und Köpfe kommen und es dort ewig bleiben!
Kommen Sie, schauen Sie, freuen Sie sich und schöpfen Sie Inspiration! Und finden Sie ihre eigene Sonne!
Auf Wiedersehen im Museum der Sonne,
Iveta
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